16. August 2014

[Review] Marley Spoon


Seit ein wenig Zeit gibt es einen neuen Service im Internet - Marley Spoon. Und diesen Service habe ich heute einmal für euch getestet. Ich werde kurz das Konzept von MS erläutern, zeige euch mein Gericht, welches ich zubereitet habe und gebe schlussendlich mein persönliches Fazit!

Das Konzept

Marley Spoon bietet jede regelmäßig 7 neue und einfach nachkochbare Gerichte an, die von bestimmten Köchen entwickelt wurden. Die Zutaten kommen von sorgfältig ausgewählten ökologisch arbeitenden Lieferanten und sind daher von sehr guter Qualität. Außerdem kann man jede Woche zwischen Fleisch-, Fisch- oder vegetarischen Rezepten wählen.

Die Gerichte kosten 12€ pro Person und sind je nach Verfügbarkeit für 2, 4, 6, 8, 10, 12, 16 oder 32 Personen bestellbar (am Preis ändert sich dadurch aber nichts). Außerdem erfährt man auf der Internetseite, wie lang das Gericht in der Zubereitung dauert, bestimmte Attribute (z.B. "ohne Nüsse" oder "vegan"), etwaige Kalorienzahl und welche Zutaten zugeschickt werden und welche man zuhause haben sollte. Letztere beschränken sich aber im Großen und Ganzen auf Salz, Pfeffer, Zucker und Öle, also Zutaten, die man auch so schon parat hat. Ebenso werden alle Küchenhelfer aufgelistet, die man zum Kochen & Braten benötigen wird und auch hier wird es keinesfalls exotisch.

absolut frische und einwandfreie Zutaten | sehr gut verpackt
Meine Lieferung & das Ergebnis

Ich habe mich für ein Hüftsteak mit zweierlei Kartoffeln und Tomaten entschieden. Welche Zutaten ich bekomme, wusste ich vorher, das genaue Rezept kommt aber erst mit der Lieferung. Man kann also nur an Bildern im Internet erahnen, wie das Gericht schlussendlich aussehen könnte.

Die Produkte waren alle einwandfrei verpackt und von sehr guter Qualität. Das Fleisch kam von glücklichen Rindern aus Bayern, einer Rinderrasse, die schon 1400 Jahre alt ist. Ich habe mich extra für ein Gericht entschieden, was ich sonst nicht unbedingt oft zubereite und war sehr gespannt auf das Fleisch und auch auf die lilafarbenen Kartoffeln!

Also ging es sofort an die Zubereitung als der Postbote pünktlich 10Uhr an der Haustür klingelte.
Die beiliegende Rezeptkarte war sehr verständlich geschrieben und das Gericht schien auch relativ einfach: Die Kartoffeln wurden gekocht, währenddessen konnte der Tomatensalat aus Tomaten, Knoblauch, Balsamico und Olivenöl zubereitet werden. Danach wurde das Fleisch gewürzt und bei voller Hitze auf beiden Seiten kurz angebraten und in den Ofen für eine viertel Stunde geschoben.
In der Zeit sind die Kartoffeln weich geworden (die hellen eher als die lilafarbenen - ist das normal?). Diese wurden gepellt, grob kleingeschnittenen und zusammen mit in Ringen geschnittenen Frühlingszwiebeln und einem Senf-Knoblauch-Olivenöl-Dressing auch zu einem Salat vermengt. Dann sollte nach Plan auch das Fleisch fertig sein und da ich noch nicht sehr geübt in Fleischzubereitung bin, hab ich es zur Sicherheit angeschnitten - es war noch komplett blutig und wollte auch nicht besser werden. Nach 25 Minuten hab ich dann den Ofen noch wärmer eingestellt, sodass das Fleisch letztendlich eine halbe Stunde im Ofen war, was dem Geschmack leider gar nicht zugute kam, da es leider relativ zäh wurde.

Allen meinen Testessern hat das Gericht trotzdem geschmeckt, vor allem die beiden Salate, die ja doch sehr simpel sind! An der Fleischzubereitung werde ich weiterhin arbeiten ;)

Hier ist das Ergebnis:


Mein Fazit:

Die Produktmenge von den Hauptzutaten, also Fleisch, Kartoffeln und Tomaten, hat auf den Punkt gepasst. Alle wurden satt und nichts ist übrig geblieben. Am Ende blieb aber noch ein wenig Senf, Knoblauch und Zitrone übrig, da mir das geschmacklich nicht so gut gefallen hätte. Das ist sicherlich bei jedem anders aber es gab von keiner Zutat zu wenig und auch nicht übermäßig zu viel, also keine Produktverschwendung! Und auch das Verpackungsmaterial war zu 100% naturfreundlich aus Pappe (das Fleisch wurde allerdings durch Schafswolle isoliert und geschützt).

Ich hätte mir gern noch ein paar besondere Gewürze gewünscht. Salz und Pfeffer habe ich überall dran gemacht aber mir hat das "Besondere" Etwas gefehlt... Ansonsten war es geschmacklich sehr gut und die lilafarbenen Kartoffeln werde ich mir wohl auch mal wieder kaufen :]

Nun zu den negativen Punkten: die Zubereitungsdauer von 40 Minuten hat hinten und vorn nicht ausgereicht. Wir haben zu zweit gearbeitet und gekocht und doppelt solang gebraucht.
Was ich persönlich aber am enttäuschendsten fand, war die Anleitung zur Fleischzubereitung. Genau das worauf ich mich am meisten gefreut habe, hat am Ende gar nicht meine Erwartungen erfüllt. Das Fleisch war ja ansich lecker, hatte eine schöne Struktur, ist aber durch die mangelhafte Zubereitung sehr zäh geworden und das darf nicht passieren, wenn man eine "einfache Zubereitung" verspricht.

Hätte ich an dieser Stelle mehr Erfahrung gehabt, wäre das vielleicht nicht passiert aber umso motivierter bin ich, mich wieder heranzuwagen und irgendwann wird dann auch mein Fleisch perfekt gebraten und gegart sein. Als Student hat man nur leider eher selten die Möglichkeit solch qualitativ hochwertiges Fleisch zu verarbeiten - aber irgendwann.. ;]

Schlussendlich würde ich trotzdem wieder einmal bei Marley Spoon bestellen. Die Produkte haben mich absolut überzeugt und man hat mal ein wenig Abwechslung zwischendurch und lernt neue Varianten kennen, ein Gericht mal anders zuzubereiten. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass es Hüftsteak mit 2 verschiedenen Salaten geben würde, fand aber beide Salate soo lecker, dass ich sie wieder einmal machen werde!

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Was denkt ihr zu Marley Spoon? Konnte ich euch ein wenig neugierig machen und welches würdet ihr euch von den aktuellen Gerichten aussuchen?

Liebe Grüße & bis zum nächsten Mal!


Kommentare:

  1. Das ist ja ein interessanter Service, noch nie davon gehört. Die Seite schau ich mir mal an :)

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  2. hallöchen

    bei mir findest du ein kleines gewinnspiel...wenn du lust hast dann schau doch mal rein :)

    http://mondgras.blogspot.de/p/gewinnspiel.html

    glg, heike

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Ich freue mich immer über liebgemeinte und kritische Kommentare! Denn ein Blog ohne Kommentare ist wie ein Sahnetopping ohne Kirsche (in meinem Fall ohne Erdbeere) obendrauf!

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